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Beitragsfrei versicherte Familienmitglieder und Elternzeit

Familienmitglieder können in allen gesetzlichen Krankenkassen beitragsfrei mitversichert werden, wenn sie nicht selbst versicherungspflichtig oder hauptberuflich selbständig sind oder beispielsweise als Beamte versicherungsfrei bleiben. Die genauen Regelungen sind manchmal jedoch etwas kompliziert, daher empfehlen wir grundsätzlich eine Anfrage vorab bei der gewünschten Krankenkasse. Auch informiert das Bundesgesundheitsministerium detailliert:
Zur Webseite des Bundesgesundheitsministeriums

Familien-Bande

Als Familienmitglieder gelten Ehepartner, offiziell eingetragene Lebenspartner (LPartG), bis zur Altersgrenze leibliche und adoptierte Kinder, Enkel, Stief- oder Pflegekinder, für deren Lebensunterhalt ein gesetzliches Kassenmitglied ohne Entgeldanspruch sorgt.

Kinder sind bis zum 18. Geburtstag mitversichert, wenn sie nicht bereits vorher berufstätig werden auch bis zum 23. Jubeltag. Wer noch zur Schule geht, eine Berufsausbildung macht, studiert sogar bis zum Beginn des 25. Lebensjahres. Das gleiche gilt für alle, die ohne Bezahlung ein freiwilliges soziales – oder ökologisches – Jahr macht oder Jugendfreiwilligendienst im Ausland leisten, wobei jeder Monat in einer solchen Tätigkeit (ebenso wie der Wehrdienst) die beitragsfreie Versicherung um dieselbe Zeit über den 25. Geburtstag hinaus noch verlängert.

Einkommensgrenzen

Kein mitversichertes Familienmitglied darf regelmäßig mehr als 425 Euro monatlich (im Minijob über 450 Euro, Stand 2017) verdienen. Einmalzahlungen werden ebenso angerechnet wie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Renten, Unterhaltsansprüche oder Kapitalerträge.

Beitragsfreie Elternzeit

Pflichtversicherte Mitglieder bleiben auch in der Elternzeit versichert ohne Beiträge zahlen zu müssen, wenn sie das im Vorfeld eingegangene Arbeitsverhältnis bestehen bleibt. Das gleiche gilt für freiwillig Versicherte, die Anspruch auf die Familienversicherung haben, deren Ehe- oder Lebenspartner also pflichtversichert sind. Studenten, Selbständige und Arbeitslose sowie freiwillig Versicherte ohne Anspruch auf Familienversicherung müssen dagegen weiter Beiträge zahlen. Das Elterngeld selbst bleibt allerdings beitragsfrei.