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Pressemitteilung der DAK-Gesundheit, 02.12.2020

Bundessieg „bunt statt blau“: Schülerin aus Hessen gewinnt Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

Mehr als 6.000 Teilnehmer in einem besonderen Jahr – Drogenbeauftragte und DAK-Vorstand ehren Preisträger per Video

Hamburg/Berlin, 1. Dezember 2020. Kunst gegen Komasaufen: Eine Schülerin aus Hessen gewinnt den Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ 2020. Bis Mitte September haben sich bundesweit mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler mit kreativen Ideen an der Kampagne der DAK-Gesundheit zum Thema Alkoholmissbrauch beteiligt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Alkoholvergiftungen bei 10- bis 15-Jährigen zuletzt um 8,4 Prozent gestiegen sind. Seit dem Start der Präventionskampagne vor elf Jahren waren insgesamt mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren am Wettbewerb beteiligt.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig und der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit Andreas Storm wählten in der Bundesjury eine Komposition aus Gemälde und Collage zum besten Motiv 2020 gegen das sogenannte Komasaufen. Mit ihrer kreativen Arbeit gewann die 17-jährige Schülerin Janin Ahlemeyer vom Alten Kürfürstlichen Gymnasium (AKG) Bensheim den Hauptpreis von 500 Euro. Platz zwei ging an Frieda Sigusch aus Stadtroda in Thüringen, Platz drei an Lena Kunitz aus Sanitz in Mecklenburg-Vorpommern. Den Sonderpreis „Jüngere Künstler“ erhielt Sophie Berner aus Bergheim in Nordrhein-Westfalen. Der Sonderpreis „Instagram“ ging an Lilli Meyer aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg. „Das Siegerplakat mit seiner Collage aus Zeitungsschnipseln und der klaren Botschaft ‚blau zerreißt, bunt entfaltet‘ hat die Bundesjury überzeugt. Es zeigt eine junge Frau, die förmlich zerrissen wird zwischen den negativen Folgen des Alkoholkonsums auf der einen und den bunten Möglichkeiten des Lebens auf der anderen Seite,“ so Vorstandschef Andreas Storm.

Siegerin kommt aus Bensheim
„Die eine Gesichtshälfte zerfällt durch den Alkohol, während die andere sich klar der Realität und Zukunft zuwendet“, beschreibt die Siegerin aus Hessen ihr Kunstwerk selbst. „Mich schockiert es zutiefst, dass Minderjährige zur starken Alkoholsucht neigen. Alkohol besitzt in der heutigen Zeit eine Normalität, welche den Risiken nicht gerecht wird.“

Bunt Leben, auch ohne Alkohol
„‘Bunt statt blau‘ schafft es seit vielen Jahren, die Jugendlichen über die Risiken von zu viel Alkohol aufzuklären. Kreativ sein, mit Freunden zusammen Spaß haben – dazu braucht es eben keinen Alkohol“, sagte Daniela Ludwig. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist seit diesem Jahr erstmalig Schirmherrin der DAK-Kampagne. „‘Bunt statt blau‘ ist deshalb so effektiv, weil sich Gleichaltrige offen, kreativ und neugierig mit dem Thema auseinandersetzen. Prävention funktioniert dann besonders gut, wenn die Jungen und Mädchen nicht von oben herab belehrt werden, sondern mit ihnen ehrlich und auf Augenhöhe kommuniziert wird. Eine tolle Kampagne, der ich auch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg wünsche“, unterstrich Ludwig.

So wirkt „bunt statt blau“
„Bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“ des IFT-Nord, mit der die DAK-Gesundheit auch Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich erst inhaltlich mit dem Thema auseinander und gestalten dann ihre Plakate. Dadurch wirkt „bunt statt blau“ sehr positiv. „Studien zeigen, dass die Teilnehmer am Wettbewerb ‚bunt statt blau‘ im Anschluss bewusster mit Alkohol umgehen“, sagt Andreas Storm. „Wenn man sich selbst kreativ mit dem Thema auseinandersetzt, hat das eine weit größere Wirkung als der erhobene Zeigefinger.“

Schon zehn- bis 15-Jährige mit Alkoholvergiftung
Die Kampagne „bunt statt blau“ ging 2020 in ihr elftes Jahr. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Siegerplakate erstmalig im Herbst und rein virtuell gekürt. „Ungewöhnliche Situationen erfordern kreative Maßnahmen. Durch die Verlängerung des Wettbewerbs hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich auch während der Corona-bedingten Einschränkungen mit dem Thema zu beschäftigen. Und das haben sie mit großem Erfolg getan“, sagt Andreas Storm. Der Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen gehe zwar auch dank guter Aufklärungsarbeit insgesamt zurück, aber man müsse wachsam bleiben. Deshalb wird der gemeinsame Kreativwettbewerb weiter fortgeführt. Die aktuelle Krankenhausstatistik zeige beispielsweise eine beunruhigende Entwicklung bei den zehn- bis 15-Jährigen: „Die Zahl der sehr jungen Mädchen und Jungen mit einer akuten Alkoholvergiftung im Krankenhaus ist von 2017 auf 2018 um über acht Prozent auf 2.979 angestiegen“, so der Kassenvorstand. „Alkoholmissbrauch ist und bleibt eine große gesundheitspolitische Herausforderung in unserem Land.“


Video-Siegerehrung online abrufbar
Neben der Bundesdrogenbeauftragten unterstützen Prof. Reiner Hanewinkel, Institutsleiter des IFT-Nord, sowie der Hamburger Deutsch-Soul-Sänger Emree Kavás bereits zum dritten Mal die Kampagne als Mitglied der Bundesjury. Das Video zur Siegerehrung sowie Siegerplakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter https://www.dak.de/buntstattblau.


Die Pressemitteilung "Bundessieg „bunt statt blau“: Schülerin aus Hessen gewinnt Plakatwettbewerb gegen Komasaufen" als PDF-Datei herunterladen


 

 

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Wichtiger Hinweis: Alle Berechnungen, Übersichten und Informationen erfolgen sorgfältig und objektiv. Trotz aller Sorgfalt sind einzelne Fehler oder Ungenauigkeiten aber nie auszuschließen. Wir können daher keine Gewähr übernehmen. Im Zweifelsfalle wenden Sie sich bitte vor einer Entscheidung direkt an die jeweilige Krankenkasse.

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