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Erweiterter Anspruch auf Haushaltshilfen

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf Haushaltshilfe, wenn ihnen die Weiterführung des eigenen Haushalts aufgrund bestimmter Kriterien nicht mehr möglich ist. Zu diesen gehören: Eine Krankenhausbehandlung, die Inanspruchnahme häuslicher Krankenpflege, die Teilnahme an einer Rehabilitationsmaßnahme, die Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung ihres Kindes, die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit. Voraussetzung ist auch, dass ein Kind im Haushalt lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist.

Darüber hinaus erhalten Versicherte auch Haushalthilfe, wenn sie wegen schwerer oder akuter Verschlimmerung einer Krankheit, nach einem Krankenhausaufenthalt oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung oder Operation, den Haushalt nicht mehr bewältigen können. Dieser Anspruch besteht längstens für die Dauer von 4 Wochen. Lebt ein Kind im Haushalt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist, kann sich der Einsatz der Haushalthilfe auf maximal 26 Wochen erhöhen.

Anspruch auf eine Haushalthilfe haben auch versicherte Frauen, die wegen ihrer Schwangerschaft oder der Entbindung den Haushalt nicht mehr bewältigen können und eine andere evtl. im Haushalt lebende Person dazu nicht in der Lage ist.

Teilweise bieten die gesetzlichen Krankenkassen die Kostenübernahme oder einen finanziellen Zuschuss für eine Haushaltshilfe an, wenn diese über einen längeren Zeitraum benötigt wird oder auch, wenn keine Kinder oder Kinder im Haushalt leben, die älter als 12 Jahre sind.
Sollte der im Haushalt lebende Partner oder die Partnerin den Haushalt führen und hierfür unbezahlten Urlaub nehmen, erstatten einige Krankenkassen unter bestimmten Bedingungen den Verdienstausfall oder einen Teil davon. Der Versicherte sollte sich über den genauen Leistungsumfang und die Kostenübernahme bei der jeweiligen Krankenkasse informieren. Eine Haushaltshilfe muss grundsätzlich bei der Krankenkasse beantragt werden.

Leistungsumfang und Kostenübernahme können direkt bei den jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse angefragt werden.

(Stand: Oktober 2017)

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Haushaltshilfe_(Sozialleistung)

 

77 Kassen haben Angaben zu ihren Leistungen gemacht.

Im Folgenden listen wir Ihnen auf, welche dieser Kassen Zusatzleistungen für Erweiterter Anspruch auf Haushaltshilfen anbieten.

 

 
1) Die Angaben zu den Leistungen gelten ausschließlich nur dann als gemacht, wenn die jeweilige Krankenkasse uns diese auf unserem Fragebogen gibt und sie durch eine entsprechende Stelle der Kasse ausdrücklich als korrekt bestätigt sind. Weiterhin sind die Angaben in regelmäßigen zeitlichen Abständen zu bestätigen. Ist einer dieser Punkte nicht erfüllt, wird der Hinweistext "keine Angabe" ausgegeben.