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Medizinische Vorsorgeleistungen an Kurorten

Ist eine ärztliche Behandlung einschließlich vorbeugender Maßnahmen nicht ausreichend, erfolglos oder kann wegen beruflicher oder familiärer Umstände nicht durchgeführt werden, können ambulante Vorsorgeleistungen als ambulante Vorsorgekur in einem anerkannten Kurort bei der Krankenkasse beantragt werden.

Zur ambulanten Vorsorgekur gehören auch Maßnahmen der medizinischen Vorsorge für Mütter und Väter (sogenannte Mutter-Kind-Kuren bzw. Vater-Kind-Kuren) und für chronisch kranke Kinder.

Die gesetzlichen Regelungen hinsichtlich Länge und Häufigkeit einer Kur variieren je nach Patientengruppe. So wird die ambulante Vorsorgekur für Erwachsene sowie Mutter/Vater-Kuren zumeist für 3 Wochen und alle 3 Jahre genehmigt, für chronisch kranke Kinder jedoch für eine längere Dauer.

Auf Anfrage von Arzt und Versichertem bestimmen die gesetzlichen Krankenkassen, je nach den medizinischen Erfordernissen, Dauer, Art, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistungen.
Die Krankenkassen berücksichtigen, wenn möglich, auch Wünsche des Versicherten bezüglich des Kurortes und der Kurklinik. Für die ambulante Vorsorgekur muss ein Arbeitnehmer Urlaub nehmen.

Die Kosten der ärztlichen Behandlung werden in voller Höhe, die Kurmittelkosten zum Teil von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Für zusätzliche Kosten wie Unterkunft und Verpflegung erhält der Versicherte einen Zuschuss bis zu Euro 16,00 pro Kurtag. Bei chronisch kranken Kindern kann der Zuschuss bis auf Euro 25,00 pro Kurtag erhöht werden.

Einige Krankenkassen unterstützen ihre Versicherten beispielsweise mit einem finanziellen Zuschuss zur Vorsorgekur, übernehmen einen Anteil der Fahrtkosten für die An- und Abreise zum Kurort oder bieten eine ambulante Vorsorgekur im Ausland in einer Kurklinik an, mit der sie einen Vertrag abgeschlossen haben. Der Versicherte sollte sich über den genauen Leistungsumfang und die Kostenübernahme bei der jeweiligen Krankenkasse informieren.
Eine Kur muss immer im Voraus bei der Krankenkasse beantragt werden.

Wichtig: Die ambulante Vorsorgekur nicht mit den medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen, (allgemein als „Kuren“ bekannt), der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung, des Müttergenesungswerks oder gleichartiger Träger verwechseln! Diese beinhalten andere Leistungen und Bedingungen!

(Stand: Oktober 2017)

 

77 Kassen haben Angaben zu ihren Leistungen gemacht.

Im Folgenden listen wir Ihnen auf, welche dieser Kassen Zusatzleistungen für Medizinische Vorsorgeleistungen an Kurorten anbieten

 

 
1) Die Angaben zu den Leistungen gelten ausschließlich nur dann als gemacht, wenn die jeweilige Krankenkasse uns diese auf unserem Fragebogen gibt und sie durch eine entsprechende Stelle der Kasse ausdrücklich als korrekt bestätigt sind. Weiterhin sind die Angaben in regelmäßigen zeitlichen Abständen zu bestätigen. Ist einer dieser Punkte nicht erfüllt, wird der Hinweistext "keine Angabe" ausgegeben.