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Zigarren, Schnaps und Wampe - Die Mängelliste des WHO Berichts zur europäischen Gesundheit 2018

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Der WHO Gesundheitsbericht Europa 2018 zeichnet im großen Ganzen ein positives Bild, verweist aber in den erfassten 53 Ländern, zu denen auch einige im Kaukasus und Zentralasien zählen, auf vier Problemfelder hin. „Zu den Risikofaktoren zählen neben Lücken in der Durchimpfung und der Fettleibigkeit, in erster Linie das Rauchen und Trinken“, fasst Thomas Adolph vom führenden Vergleichsportal www.gesetzlichekrankenkassen.de die Studienergebnisse zusammen. „Im europäischen Raum trinken und rauchen die Konsumenten mehr als im Rest der Welt.“ Für den Kassenexperten ist es besonders bedenklich, dass die Eingewöhnung an diesen Lebensstil schon sehr früh erfolgt. Adolph: „Die Daten zum Alkoholkonsum umfassen bereits alle Heranwachsenden von 15 Jahren aufwärts.“ Diese Personengruppe trinkt in der Europäischen Region durchschnittlich 8,6 Liter reinen Alkohol pro Jahr“, berichtet Claudia Stein. Die WHO-Abteilungsleiterin für Information, Evidenz, Forschung und Innovation gibt aber zu bedenken, dass Deutschland damit nicht auskommt und der Europäische Raum im WHO-Gesundheitsbericht einige muslimische Länder wie die Türkei oder Turkmenistan umfassen.

Trinkfreudige Deutsche
Europaweit hoher Konsum

Deutschland liegt im EU-Europa am oberen Ende des Mittelfelds (8 bis 12,9 Liter), das lediglich die nordischen Staaten Schweden und Finnland, Italien, die Balkanstaaten und Griechenland unterbieten. Thomas Adolph: „Hierzulande werden im Jahresverlauf nach DHS-Zahlen (2016) 10,7, nach WHO-Angaben (2014) 11 Liter reiner Alkohol konsumiert.“ Wie der Kassenexperte ausführt, bestätigen die immer erst mit einiger Verspätung vorliegenden Daten, dass langfristig der Konsum geringfügig abnimmt. Wie das DHS-Jahrbuch Sucht 2018 schreibt, sind das in Deutschland pro Kopf der Bevölkerung im Lebensalter ab 15 Jahren 133,8 Liter fertige Getränke. Der darin enthaltene Reinalkohol teilt sich auf 5,0 Liter auf Bier (5 Liter), Wein (2,3 Liter), Spirituosen (1,8 Liter) und Schaumweine (0,4 Liter) auf. Laut WHO-Statistik werden in Litauen sogar 15,2 Liter konsumiert, in Weißrussland und Estland ebenfalls über 13 Liter. In Russland selbst habe der Alkoholkonsum etwas auf 10,1 Liter abgenommen und parallel dazu sei die Zahl der Verkehrsunfälle zurückgegangen.

Bewährungsprobe Alkohol Keine Abschwächung der jugendlichen Sauf-„Kultur“

Das erste Alkoholerlebnis ist in Deutschland laut Alkoholatlas 2017 im Schnitt schon mit 13,8 Jahren fällig, der erste Rausch laut Statista 2016 im Alter von 16,4 Jahren. „Diese Mittelwerte dürften aber deutlich über denen der Jungs allein liegen dürfte, die sich „mannhaft“ als „trinkfest beweisen“ müssten“, ergänzt Kassenexperte Adolph. Auch der WHO-Bericht habe Jugendliche nach alkoholischen Exzessen befragt, er mache das an mindestens sechs alkoholischen Getränken fest, die bei einer Gelegenheit innerhalb des zurückliegenden Monats hintereinander konsumiert wurden. Mit 75 ml Alkohol oder drei 0,5 Liter Bier sei der Wert für ein „Kampftrinken“ aber eher niedrig angesetzt, da heutzutage häufig auch Hochprozentiges „herumgehe“. Adolph: „Die jetzt genannten Ergebnisse einer acht Jahre zurückliegenden Befragung machen zumindest die Verteilung klar. Mit 5 Prozent der befragten Mädchen und 22 Prozent der befragten Jungen spielte damals Deutschland eher in der moderaten Liga.“ Die Exzess-Erlebnisse gingen jedenfalls 2010 bis auf 54.5% (Jungs, Tschechien) und 24,3 % (Mädchen, Litauen) hoch. Dass damals junge Türken fast nie von ähnlichen Erlebnissen berichten konnten oder wollten, schafft wenig Erkenntnisgewinn. Allenfalls macht neugierig – oder misstrauisch –, dass Österreich mit 54 % zu 24 % mit Litauen 2010 fast gleichgezogen haben und dreimal so präsent gewesen sein soll wie Polen.

Alkoholsurvey 2016, das aktuelle Bild
Jeder siebte Minderjährige ist rausch-bereit

Zum Vergleich die Alkoholsurvey 2016 der Bundeszentrale für politische Bildung. Ihr zufolge haben insgesamt 64,5% der 12- bis 17-Jährigen schon einmal Alkohol getrunken. 10,6 % dieser Altersgruppe trinkt regelmäßig Alkoholisches – mindestens einmal in der Woche. Etwa jeder siebte Jugendliche (14,1 %) berichtet von mindestens einem Rausch in den zurückliegenden 30 Tagen. Von den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren kennen 93,7 % den Alkohol-Konsum. Drei von zehn (30,8 %) trinken regelmäßig, 38 % hatten in den 30 Tagen vor der Fragerunde einen Rausch „erzielt“. Männliches und weibliches Geschlecht unterscheidet sich vor allem in der Trinkmenge. Kerle saufen deutlich mehr. In der Gruppe mit türkischem oder asiatischem Migrationshintergrund wird am geringsten konsumiert.

WHO Gesundheitsbericht Europa vom 12. September 2018 (Quelle: apps.who.int)

Bericht zum Thema Alkohol (Quelle: www.faz.net)

Das Jahrbuch Sucht 2018 der DHS (Quelle: www.dhs.de)

Der Alkoholatlas 2017 des Deutschen Krebsforschungszentrums (Quelle: www.dkfz.de)

Alter des ersten Rausch-Erlebnisses mit Alkohol (Quelle: de.statista.com)

Siehe auch:
Folgekosten in Deutschland - Direkte und indirekte Kosten des Alkoholkonsums

 

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