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Nebenkosten der Kassenpatienten - Continentale-Studie 2017 zeigt 30 Prozent Anstieg

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Mit dem Kassenbeitrag allein ist es nicht getan. Wie die unlängst veröffentlichte Continentale-Studie zeigt, geben die Deutschen jährlich 448 Euro zusätzlich für ihre Gesundheit aus. „Das ist kein Pappenstiel“, sagt Thomas Adolph vom führenden Vergleichsportal www.gesetzlichekrankenkassen.de. „Selbst beim höchsten Beitragssatz sind das noch fast 1,5 Monatsbeiträge. Menschen mit geringerem Einkommen zahlen sogar oft mehrere Monatsraten für ihre Gesundheit aus eigener Tasche für individuell gewünschte Leistungen.“ Wie der Kassenexperte anmerkt, ist darin aber keine Knausrigkeit der Kassen zu sehen. Adolph: „Sie haben vom Gesetzgeber klare Direktiven, welche Leistungen sie übernehmen dürfen und welche nicht. Die Vorgaben lassen nur in einzelnen Bereichen einen nennenswerten Spielraum.“ Zudem lasse sich am von der Continentale ermittelten Selbstkosten-Beitrag klar ablesen, dass viele gesetzlich Versicherte sich speziell bei einem Kassenwechsel sehr wohl am Leistungsumfang orientieren und nicht ausschließlich am Prinzip „Geiz ist geil“ ausrichten.

Das bezahlen GKV-Versicherte (Quelle: Continentale)

Zahnarzt und Apotheke kosten extra
Senioren sind besonders betroffen

Ermittelt wurden die selbst getragenen Ausgaben in den acht Bereichen „Apotheke“, „Zahnarzt“, „Brillen und Sehhilfen“, „Physiotherapie und Massagen“, „Haus- oder Facharzt“, „Krankenhaus“, „Kieferorthopädie“ sowie „Heilpraktiker und Naturheilkunde“. Drei von vier gesetzlich Versicherten (75%) müssen in der Apotheke den Geldbeutel zücken und im Schnitt 153 Euro pro Jahr auf die Theke legen. Jeder zweite muss beim Zahnarzt bluten (59%), im Schnitt 390 Euro. Beim Heilpraktiker lassen zwölf Prozent im Schnitt 290 Euro,. Jeder Dritte zahlt für Physiotherapie 144 Euro zu, fast ebenso viele (30%) für IGEL-Leistungen beim Haus- oder Facharzt 126 Euro. Im Krankenhaus waren für jeden Vierten (23%) noch einmal139 Euro fällig.

Der Durchschnitt setzt sich aber aus unterschiedlichen Beitragshöhen zusammen, dröselt Thomas Adolph die Studienergebnisse auf. So zahlen Frauen mit 481 Euro mehr als Männer (412 Euro), Besserverdiener mit 541 Euro deutlich mehr als Geringverdiener (389 Euro). „Jüngere zahlen mit 375 Euro auch deutlich weniger als Ältere ab 60 Jahren (577 Euro)“, sagt Adolph. Das lasse aufhorchen: In vielen Fällen zahlen die Versicherten dadurch bereitwillig mehr als der Beitragsunterschied zwischen einzelnen Krankenkassen ausmacht. Hier kann man also durch die Auswahl einer Kasse, die besser zum individuellen Leistungsbedarf passt, bares Geld sparen.

Zufriedenheit mit dem Status quo
Kritik am politischen Aktionismus

Die Studie wird seit dem Jahr 2000 einmal jährlich durchgeführt. Wie bei den früheren Studien wurden Menschen ab 25 Jahren telefonisch befragt. Basis dafür sind Fragebögen, die im Unternehmen erarbeitet, deren Ausrichtung aber umfassend mit TNS Infratest abgestimmt wurde. Interviewt wurden 1365 Erwachsene, darunter 170 PKV-Versicherte.

Seit 2001 bezieht die Continentale-Studie auch Trendfragen ein. Über sie soll die Zufriedenheit der Bevölkerung mit Preis und Leistung des Gesundheitswesens erfasst werden. Im zurückliegenden Jahr ergab sich dabei ein neuer Höchstwert: 76 Prozent der gesetzlich Versicherten sind mit der Leistung, 66 Prozent mit dem Preis zufrieden. Die Zufriedenheit unter den privat Versicherten fällt um jeweils fünf Prozentpunkte höher aus. Der Idee einer Einheitsversicherung stehen die Befragten skeptisch gegenüber. „Die Politik sollte sich an den hier gemachten Aussagen orientieren, statt ständig an der bestehenden Struktur herumzuschrauben – in Richtung Bürgerversicherung“, fordert Adolph. „Die Studie zeigt, dass die Befragten „ihr“ Gesundheitssystem für eines der leistungsfähigsten der Welt halten und jedenfalls aus medizinischen Gründen in keinem anderen Land behandelt werden wollen.“ Am besten punktete das Gesundheitssystem generell in Sachsen, Bremen und dem Saarland. Wie überall bestünden aber auch dort erhebliche Zweifel, ob eine Einheitsversicherung künftig Leistungskürzungen oder Kostensteigerungen vermeiden wird. Adolph: „Viele der Befragten merkten kritisch an, dass es im deutschen Gesundheitswesen zu viel staatliche Lenkung gibt.“

Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem 2017 (Quelle: pfefferminzia.de)

 

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