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Reisezweck „Schwangerschaft“ schafft Kostenrisiko - Krankenkassen müssen nicht jede künstliche Befruchtung bezahlen

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Der unerfüllte Kinderwunsch ist eine lukrative Marktnische zumal die Krankenkassen im Regelfall für die Kosten aufkommen. Nicht nur die 139 deutschen Behandlungszentren, welche das deutsche Register für In-Vitro-Befruchtung (IVF) auflistet, bemühen sich um die Paare. Auch Anbieter aus dem Ausland wollen zum Zug kommen“, erklärt Thomas Adolph vom führenden Vergleichsportal www.gesetzlichekrankenkassen.de. Nicht umsonst hätten vom 18. bis 19. Februar in Berlin die Kinderwunsch Tage stattgefunden, auf denen sich jeder auch über Fertilisierungs-Dienstleistungen informieren konnten, die über den deutschen Standard hinausgehen, berichtet der Experte. „Die Nachfrage ist nicht gering. Mit knapp 58.000 Frauen, die sich 2015 in den deutschen Zentren behandeln ließen, ist das ein boomender Markt, zumal längst nicht ein Versuch ausreicht“, rechnet Adolph vor. „Insgesamt berichtet das IVF von 97.796 Zyklen in 130 erfassten Zentren.“

Deutsches IVF Register.de
Kinderwunsch Tage Berlin
Jahrbuch 2015 des deutschen Registers für In-Vitro-Befruchtung (IVF)

Ausländische Zentren bieten ebenfalls Services an
Rechtliche Unterschiede schaffen aber ein Kostenrisiko

Reproduktionsmedizin und Endokrinologie (Quelle: IVF)
Urteil des Sozialgericht Dresden vom 31. August 2016

Behandlungsumfang im Ausland häufig umfangreicher
Deutschland im Hintertreffen

Speziell im Bereich des Embryonenschutzes ist Deutschland sehr restriktiv. Das zeigt ein anderes Gerichtsurteil (OLG München Az. 3 U 4080/16), das sogar einer Frau untersagte, sich mit dem Sperma ihres nach einer Herztransplatation verstorbenen Ehemanns befruchten zu lassen, das dieser im Zuge einer bislang erfolglosen Behandlung vor der lebensbedrohlichen Operation vorsorglich hatte einfrieren lassen. In anderen Ländern geht man mit diesem Thema lässiger um. Auch die prä-implantativen Untersuchungen sind deutlich umfangreicher, berichtet das Ärzteblatt in einem umfangreichen Artikel zum aktuellen Wissensstand und den Behandlungserfolgen der auf den Kinderwunsch Tagen präsenten Vorreiten aus USA, dem Oregon Reproductive Medicine, einem bekannten IVF-Zentrum in Portland/Oregon und dem IVF Spain Alicante.

Urteil des OLG München vom 22.02.2017 (Quelle: LTO Legal Tribune online)
Beitrag zum Urteil des OLG München vom 22.02.2017 (Quelle: www.aerzteblatt.de)
Übersicht über das Angebot auf den Kinderwunsch Tagen im Deutschen Ärzteblatt (Quelle: www.aerzteblatt.de)
Oregon Reproductive Medicine

 

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