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Gesetzliche Krankenkassen 2026: Wieder einmal teurer als angekündigt

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Die Zusatzbeiträge der deutschen Gesetzlichen Krankenkassen für das Jahr 2026 sind jetzt bekannt. Und sie sind bei vielen Kassen wieder einmal deutlich gestiegen – ganz anders als von Gesundheitsministerin Nina Warken versprochen.

Es ist seit Wochen klar, dass die vollmundigen Ankündigungen der Gesundheitsministerin von stabilen Beiträgen Makulatur sein würden. Um den Chef der Techniker Krankenkasse Dr. Jens Baas von vor einer Woche zu zitieren: „Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der ja bei 2,9 stabil sein sollte, hat die 3% Marke bereits jetzt überschritten. Das ist das Ärgerliche an der Realität, man kann sie leugnen, aber sie wird dadurch nicht verändert. Nun habe ich keine hellseherischen Fähigkeiten, mit denen ich diese Entwicklung vorhersehen konnte, aber ich kann rechnen“.

Wer wie Jens Baas rechnen kann und die Realitäten der Branche kennt, dem war diese Entwicklung absolut klar. Schade, dass von unserer Gesundheitsministerin Nina Warken Hoffnungen geweckt wurden, die nun bei mehr als 30 Mio. Menschen zerplatzt sind – so viele sind nämlich von Beitragserhöhungen betroffen. Dies zerstört das Vertrauen in die Sozialsysteme und die Politik noch weiter und war absolut unnötig!

Schon die große Erhöhungswelle im Januar 2025 hatte gezeigt, dass die Prognosen des sogenannten Schätzerkreises des Bundesgesundheitsministeriums das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Und dann haben nochmal 20 von 93 Krankenkassen (ohne die landwirtschaftliche Sozialversicherung, die ist ein Sonderfall) ihre Beiträge zusätzlich auch noch unterjährig erhöht. Der Schätzerkreis hat dann im Oktober seine Prognose für 2026 auf etwa das zu diesem Zeitpunkt tatsächlich vorliegende Niveau angehoben – aber leider den weiteren Finanzbedarf durch steigende Kosten und die Notwendigkeit der Reservenauffüllung nicht ausreichend berücksichtigt. So zeigt sich in diesen Tagen deutlich, dass der berechnete durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9% für 2026 reine Makulatur ist!
Wie die Analysen des Informationsportals www.gesetzlichekrankenkassen.de zeigen, liegen gerade mal 20 der ab Januar noch 92 Gesetzlichen Krankenkassen (nach Fusion der BKK Rieker.RICOSTA.Weisser auf die SBK Siemens-BKK und ohne Landwirtschaftliche Sozialversicherung) unter dem berechneten Wert. Lediglich eine einzige Kasse verlangt genau 2,9% als Zusatzbeitrag, 71 Krankenkassen aber teils deutlich mehr – nämlich bis zu 4,39%.

Günstiger wurde es bei nur zwei Kassen, teurer aber bei 44 Krankenkassen

Ab Januar 2026 gibt es in Deutschland 92 Gesetzliche Krankenkassen ohne die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Von diesen 92 Kassen haben

  • 44 Krankenkassen ihre Beiträge erhöht
  • 46 Krankenkassen ihren Beitrag unverändert gehalten, wobei einige davon in den letzten Monaten bereits erhöht haben
  • 2 Krankenkassen ihren Beitrag gesenkt.

Dabei haben

  • 21 Krankenkassen um maximal 0,4%-Punkte erhöht, was der Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags entspricht.
  • 21 Krankenkassen eine Erhöhung von über 0,4 bis maximal 1 Prozentpunkt Erhöhung.
  • nur zwei Kassen um mehr als 1 Prozentpunkt erhöhen müssen, was erheblich weniger Körperschaften sind als letztes Jahr.

Den höchsten Beitrag zahlt man nun bei der BKK24 mit 4,39% Zusatzbeitrag, den geringsten bei der bundesweit geöffneten BKK firmus mit 2,18% Zusatzbeitrag.

Eine Graphik zur Verteilung der Beitragssätze und zur Entwicklung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags befindet sich im Anhang.

Hier ist man ab Januar 2026 am günstigsten krankenversichert

  • bundesweit (also in allen Bundesländern für alle Personen) geöffnete Krankenkassen:
    • BKK firmus mit 2,18% Zusatzbeitrag
    • TUI BKK mit 2,50% Zusatzbeitrag
    • hkk Krankenkasse mit 2,59% Zusatzbeitrag
    • Audi BKK mit 2,60% Zusatzbeitrag
    • TK - Techniker Krankenkasse mit 2,69% Zusatzbeitrag
  • regional (also nur in bestimmten Bundesländern für alle Personen) geöffnete Krankenkassen:
    • AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (nur für Rheinland-Pfalz und das Saarland) mit 2,47% Zusatzbeitrag
    • BKK Faber-Castell & Partner (nur für Bayern) mit 2,48% Zusatzbeitrag
    • BKK Public (nur für Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen) mit 2,50% Zusatzbeitrag
    • AOK Bayern (nur für Bayern) mit 2,69% Zusatzbeitrag
    • BKK Pfaff (nur für Rheinland-Pfalz) mit 2,78% Zusatzbeitrag

Hier wurde am stärkten erhöht

Die stärksten Beitragserhöhungen haben

  • die betriebsbezogene BKK EWE von bisher 1,98% auf 3,19% Zusatzbeitrag (+1,21 Prozentpunkte).
  • die regional geöffnete BKK exklusiv (nur für Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) von bisher 2,39% auf 3,49% Zusatzbeitrag (+1,10 Prozentpunkte).
  • die bundesweit geöffnete energie-BKK von bisher 2,98% auf 3,98% Zusatzbeitrag (+1,00 Prozentpunkte).

Am teuersten ist es nun bei

  • der bundesweit geöffneten BKK24 mit 4,39% Zusatzbeitrag (keine Erhöhung).
  • der regional geöffneten BKK Herkules (nur für Bayern, Hessen, Niedersachsen) mit 4,38% Zusatzbeitrag (keine Erhöhung).
  • der regional geöffneten BKK Werra-Meissner (nur für Bayern, Hessen) mit 4,35% Zusatzbeitrag (+0,96 Prozentpunkte).
  • der regional geöffneten IKK Brandenburg und Berlin (nur für Berlin, Brandenburg) mit 4,35% Zusatzbeitrag (keine Erhöhung).

Nur eine Fusion

Mit dem Ende des Jahres 2025 verschwindet nur eine einzige Krankenkasse durch Fusion: Die regional geöffnete „BKK Voralb HELLER*INDEX*LEUZE“ geht in der bundesweit geöffneten „SBK Siemens-BKK“ auf. Für die Mitglieder der fusionierten BKK bedeutet das eine Beitragssenkung um 0,1 Prozentpunkte.

Eine Übersicht der Entwicklung der Anzahl der Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland ist im Anhang als Graphik zu finden.

Praxistipp: Was man bei einer Beitragserhöhung tun kann

Wer sich über die Beitragserhöhung seiner Krankenkasse ärgert hat die Möglichkeit, die Kasse zu wechseln. Das ist mit einer Frist von zwei vollen Monaten möglich – übrigens gilt diese Kündigungsfrist auch dann, wenn man wegen der Erhöhung sein Sonderkündigungsrecht geltend macht!
Allerdings sollte man dann nicht nur einen reinen Preisvergleich vornehmen, sondern sich auch über die gar nicht so geringen Leistungsunterschiede informieren. Genau passende freiwillige Mehrleistungen einer Krankenkasse sind ja auch ihr Geld wert.
Eine komfortable und kostenfreie Suche nach der richtigen Gesetzlichen Krankenkasse mit vielen Leistungsdetails ist auf dem Onlineportal https://www.gesetzlichekrankenkassen.de möglich.

Zum Informationsdienst www.gesetzlicheKrankenkassen.de:
Die Kassensuche GmbH ist Betreiberin einer der führenden Online-Plattformen zu den Gesetzlichen Krankenkassen https://www.gesetzlicheKrankenkassen.de. Mittels einer interaktiven Kassensuche unter https://www.kassensuche.de können Nutzer genau die ihren Anforderungen entsprechende Krankenkasse finden. Hintergrundinformationen zum Krankenversicherungssystem, zu gesetzlichen Leistungen, kassenindividuellen Zusatzleistungen sowie Hinweise zum Kassenwechsel mit Mustervorlagen, und vieles mehr sind kostenfrei abrufbar.

Pressekontakt:
Kassensuche GmbH
Vilbeler Landstraße 186, 60388 Frankfurt
Telefon: 06109-50560 Fax: 06109-505629
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Weitere Informationen für Journalisten finden Sie unter: https://www.gesetzlichekrankenkassen.de/presseservice

Anhang

 

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  • Ausführliche Leistungsinformationen zu den Gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands
  • Beitragssätze der Gesetzlichen Krankenkassen?
  • Übersichten von Zusatzbeiträgen und Bonuszahlungen
  • Spezielle Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen

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Die Kassensuche GmbH ist Betreiberin eines der führenden Online-Portale zu den Gesetzlichen Krankenkassen www.gesetzlicheKrankenkassen.de und beschäftigt sich ausschließlich mit diesem Thema. Mittels einer interaktiven Kassensuche können Nutzer genau die ihren Anforderungen entsprechende Krankenkasse finden. Hintergrundinformationen zum Krankenversicherungssystem, zu gesetzlichen Leistungen, Zusatzversicherungen sowie Hinweise zum Kassenwechsel mit Musterschreiben und vieles mehr sind hier kostenfrei abrufbar. Die Kassensuche GmbH kooperiert mit namhaften Onlinemedien wie z.B. focus.de und stern.de.

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